Akzeptanz

„Akzeptanz“ stammt vom lateinischen „accipere“, was gutheifien, annehmen, bil — ligen, anerkennen oder auch mit jemandem oder etwas einverstanden sein bedeutet. Akzeptanz ist also die Bereitschaft, jemanden oder etwas, in diesem Fall die energetische Biomassenutzung mit all seinen Facetten, zu akzeptieren. Akzeptanz schliefit die bewusste Entscheidung fur eine Thematik ein. Nach Endruweit und Trommsdorf (1989) ist Akzeptanz die „Eigenschaft einer Innovation, bei ihrer Einfuhrung positive Reaktionen der davon Betroffenen zu erreichen“. Betont wird damit der Einfuhrungsprozess, d. h. etwas Neues ist als akzeptiert zu betrachten, wenn bei der Einfuhrung zustimmend reagiert wird; nach dieser Definition gibt es auf der anderen Seite keine (Nicht-)Akzeptanz von etwas Bestehendem. Hiermit wird die Rolle der Akzeptanz vor allem in der Planungsphase von Bioenergie — anlagen deutlich: Gerade zu diesem Zeitpunkt besteht die Notwendigkeit und die Chance, die Akzeptanz verschiedener Aspekte zu fordern (vgl. dazu auch Stiehler

2010) . Wichtig ist dabei aber, dass Akzeptanz nicht mit „Uberstulpen“ gleichgesetzt wird, sondern, wenn sie aktiv beeinflusst werden soll, eher als Uberzeugungspro — zess verstanden wird (fur erfolgreiche Uberzeugungsmethoden vgl. Eigner-Thiel

2011) . Die Akzeptanz hangt mit der im folgenden Abschnitt beschriebenen Par — tizipation (Beteiligung) zusammen: Nur wo Menschen beteiligt oder zumindest ernst genommen werden, kann auch eine Akzeptanz entstehen. Mit der Berucksichtigung von Akzeptanz wird auf Forderungen der Agenda 21 (Bundesministerium fur Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit 1997) eingegangen, dass die Offent — lichkeit umfassend an der Entscheidungsfindung beteiligt wird. Um den Aspekt der Akzeptanz bei der multikriteriellen Bewertung von Biomasse-Konzepten zu opera — tionalisieren, werden vier Bereiche unterschieden:

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