Biogas und Projektfinanzierung

Bioenergie weist von seinen Nutzungsmoglichkeiten, den technischen Verfahrens — schritten und den moglichen Einsatzstoffen eine Vielfaltigkeit und Komplexitat auf, die einzigartig ist im Bereich der erneuerbaren Energien. Dies gilt auch und gerade fur den Bereich von Biogas-Projekten.

RegelmaBig wird Biogas verstromt und uber das EEG gefordert. Oftmals lasst sich die erzeugte Warme nutzen oder an Dritte verkaufen. SchlieBlich kann das erzeugte Biogas auf Grundlage des Erneuerbare-Warme-Gesetz in das Erdgas — netz eingespeist werden. Bereits an dieser Stelle wird deutlich, was den Erfolg von Biogas-Vorhaben ausmacht: Zunachst die Einspeisung des erzeugten Stroms in das Stromnetz auf Grundlage der Regelungen des EEG. Weiter der Standort, der eine wirtschaftliche Verfugbarkeit der Rohstoffe erlaubt und einen hinreichenden Nach — fragemarkt fur die erzeugte Warme vorfindet (Jung 2011, S. 448-450).

So verschieden die Nutzungsmoglichkeiten von Biomasse sind, so verschieden sind die den Produkten zugrunde liegenden technischen Prozesse. Da sich aus diesen unterschiedlichen Prozessen auch unterschiedliche technische Risiken ableiten lassen, ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an eine Projektfinanzierung und daraus auch unterschiedliche Formen der staatlichen Forderung.

In einer Biogasanlage werden organische Stoffe unter Sauerstoffabschluss ver — goren (fermentiert). Biogas ist ein Stoffwechselprodukt von Bakterien, das entsteht, wenn sie organisches Substrat abbauen. Es besteht zum groBten Teil — zwischen 40 bis 80 % — aus Methan (CH4) und zu ca. 20 bis 60 % aus Kohlenstoffdioxid (CO2). Der Abbauprozess besteht aus den vier Stufen Hydrolyse, Versauerung, Essigsaure — bildung und Methanbildung, wie in Abb. 2.2 dargestellt.

Der Behalter, in dem die Fermentation stattfindet (der Fermenter), ist der Haupt — bestandteil einer Biogasanlage. Es gibt Biogasanlagen, die aus mehreren Fermentern bestehen. Das Gas wird in der Regel in ein Blockheizkraftwerk (BHKW) geleitet, wo daraus Strom erzeugt wird und als Nebenprodukt Warme entsteht, die z. T. zur Beheizung des Fermenters genutzt wird. Haufig wird ein Gasspeicher an den oder die Fermenter angeschlossen. Denn je nach der Menge der eingebrachten organischen Substanz wird manchmal mehr Biogas erzeugt als im BHKW umge — setzt werden kann. Der eigentliche Verfahrensprozess ist in Abb. 2.3 abgebildet.

Wichtig zum Verstandnis aus technischer Sicht ist, dass der organische Abbau in die einzelnen Bestandteile und der Umbau zu Methan nur in einem feuchten Milieu stattfinden, da die Bakterien nur geloste Stoffe verarbeiten konnen. Im Rahmen des Abbauprozesses mussen folgende wesentliche Aspekte beachtet werden:

1. Fur jede Prozessstufe werden spezifische Bakterien benotigt, die sehr spezielle

Anforderungen an ihre Umwelt stellen und die auch miteinander interagieren[2]:

Beim Abbau sind die Stoffwechselprodukte der jeweiligen Bakteriengruppe

image011Einfachzucker

Подпись:Ammosauren

Fettsauren

Подпись: C5 Valeriansaure

Подпись: Versauerung
Подпись: C4 Buttersaure

Cx-C6 langkettige Carbon-/Fettsauren

C3 Propionsaure

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C2 Essigsaure

Wasser

Abb. 2.2 Stoffwechselprodukte des anaeroben Abbaus von organischem Substrat die Nahrung fur die folgende Bakteriengruppe. Der Abbau der Organik in den einzelnen Phasen verlauft aber mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Idealer — weise pendelt sich in der gesamten Prozessbetrachtung aber zwischen den Abbauphasen ein dynamisches Gleichgewicht der Stoffkonzentrationen ein. Ein haufiger Fehler in der Praxis ist die Uberfutterung der Bakterien durch schnell abbaubares Substrat, was zu einer Anhaufung von Sauren durch die saure — bildenden Bakterien fuhrt. Dadurch kommt es zu einem raschen Abfall des pH — Wertes, den die anderen Bakterien nicht vertragen, so dass der Produktionspro — zess beeintrachtigt wird.

2. Das Fliefigleichgewicht wird zudem durch die Abbaubarkeit der Substrate beein — flusst. Zucker und Starke werden aufgrund ihrer einfachen Struktur sehr schnell abgebaut und benotigen nur eine kurze Zeit im Fermenter. Je komplexer die Struktur des Substrates, umso langer dauert der Abbau. Die Abbaugeschwindig — keit der Substrate beeinflusst direkt die technisch notwendige Verweilzeit, so dass schon bei der Planung feststehen muss, welche Substrate vergoren werden sollen.

Die Vielzahl verschiedener Biogasverfahren lasst sich auf wenige verfahrenstech — nische Varianten zuruckfuhren. Grundsatzlich konnen die Verfahren unterschieden werden nach der Art der Beschickung (Batch — oder Durchflussverfahren), nach der Art der Mischung (volldurchmischt oder Pfropfenstrom), ob einstufig oder mehrstufig gearbeitet wird und nach der Konsistenz des Substrats (Feststoff — oder Flussigverfahren).

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Abb. 2.3 Verfahrensschema zur Vergasung biogener Abfalle

1. Bei den Flussig-Verfahren wird in der Praxis zumeist das Durchfluss-Verfahren eingesetzt, entweder in reiner Form oder kombiniert mit dem Speicherverfahren. Hier ist der Faulbehalter stets gefullt und wird nur zur Reparatur oder Wartung gelegentlich entleert. Aus einem kleinen Vorbehalter werden das flussige Frisch — substrat und die zu vergarenden Feststoffe aus entsprechenden Einbringvor — richtungen mehrmals taglich in den Faulbehalter eingebracht, wobei gleichzeitig und automatisch am Uberlauf des Behalters eine entsprechende Menge von aus — gefaultem Substrat in den Lagerbehalter austritt oder abgepumpt wird. Vorteil — haft sind beim Durchflussverfahren die gleichmafiige Gasproduktion, die gute Faulraumauslastung und damit eine kompakte Bauweise mit niedrigen War — meverlusten.

2. Weiter wird im Regelfall das Substrat voll durchmischt, da ein Animpfen entfallt und der Umsetzungsprozess sofort beginnen kann.

Ein weiteres Unterscheidungskriterium ist die Prozess-Temperatur, die wahrend des Prozesses moglichst gleich bleibend sein sollte, damit der biologische Prozess stabil ablaufen kann und nicht umkippt. Da im Gegensatz zur Kompostierung — die in Anwesenheit von Sauerstoff stattfindet — bei der Vergarung unter Sauerstoff — abschluss zu wenig Warme entsteht, muss der Fermenter mit einer Heizung ver — sehen werden. Das Temperaturniveau bestimmt mafigeblich die Geschwindigkeit des Abbauprozesses.

Bereits diese ersten Ausfuhrungen zeigen, dass Biogas-Vorhaben eine wesentlich hohere technische Komplexitat aufweisen als etwa Solarprojekte, was wiederum Auswirkungen auf ihre Finanzierbarkeit hat. Mehrheitlich werden Biogasvorhaben in Form von Projektfinanzierungen realisiert, sofern sie eine hinreichende tech­nische Stabilitat aufweisen und uber ein zugeschnittenes Rechts — und Regulierungs — umfeld verfugen.

Bei einer Projektfinanzierung sind es das Vorhaben und dessen Cashflow, nicht aber ein bestimmtes Unternehmen, das fur die Finanzierung gerade steht. Das

Vorhaben muss daher ein geschlossener, in sich rechtlich, technisch und wirt — schaftlich tragfahiger Kreis sein, der den Investoren eine glaubwurdige Aussicht auf eine angemessene Eigenkapitalverzinsung und den Fremdkapitalgebern aus — reichende Sicherheit auf Ruckfuhrung des eingesetzten Kapitals bietet: Das Projekt muss sich selbst tragen, sich selbst finanzieren. Dies ist der Grundgedanke einer Projektfinanzierung.

Fur den Begriff der Projektfinanzierung finden sich in der Literatur unterschiedliche Definitionsansatze, wobei sich der von Nevitt und Fabozzi (2000, S. 1) weitgehend durchgesetzt hat:

Definition

Projektfinanzierung ist die Finanzierung eines Vorhabens, bei der ein Darlehens — geber zunachst den Fokus der Kreditwurdigkeitsprufung auf die Cashflows des Projekts als einzige Quelle der Geldmittel, durch die die Kredite bedient werden, legt.[3]

Aus dieser Definition werden regelmaBig drei Merkmale einer Projektfinanzierung abgeleitet, namlich die Cashflow-Orientierung (Cash-Flow Related Lending), das Prinzip der Risikoteilung zwischen den Projektparteien (Risk Sharing) und die Ver — buchung der Projektkredite in der Projektgesellschaft (Off-Balance-Finanzierung) (Schmitt 1989, S. 24).

Da die Cashflows die einzige Quelle der Kreditbedienung und Eigenmittel — verzinsung sind, ergeben sich besondere Anforderungen an ihre Stabilitat und Verlasslichkeit. Neben einer intensiven Risikoidentifikation geht es darum, nach okonomischen Kriterien Risiken auf einzelne Projektbeteiligte zu verteilen. Im Anschluss erfolgt eine Risikoquantifizierung in Form eines Cashflow-Modells und eines Rating-Verfahrens, die unter anderem daruber Auskunft geben, wie viel Fremdmittel einem Vorhaben zur Verfugung gestellt werden konnen, wie die Tilgungsstruktur aussehen sollte und welche weiteren Gestaltungselemente Einzug in die Struktur finden sollten. Die Erarbeitung einer Finanzierungsstruktur und die Moglichkeiten ihrer Optimierung sind ein Hauptthema des Abschn. 5.2. Dabei muss man sich bewusst sein, dass die jeweiligen Teilaspekte des Risikomanagement — prozesses — Identifikation, Allokation und Quantifizierung von Risiken — nicht in einer gerichteten zeitlichen Abfolge geschehen, sondern miteinander wechselseitig in Verbindung stehen. Um die Aussagen zur Risikoquantifizierung angemessen wurdigen zu konnen, ist es daher notwendig, die verschiedenen Teilaspekte eines Risikomanagements zu berucksichtigen. Dies werden wir — soweit notig — in diesem Kapitel tun und ansonsten auf die spezifischen Fachkapitel verweisen.

Zum Verstandnis des methodischen Ansatzes ist es hilfreich, kurz die Unterschiede zwischen einer Unternehmensfinanzierung und einer Projekt­finanzierung zu skizzieren: Kommt eine Unternehmensfinanzierung zum Ein — satz, wird ein Investitionsvorhaben als Teil des Unternehmens betrachtet. Die Bewertung des Investitionsvorhabens basiert auf der Kreditwurdigkeit des Gesamt — unternehmens und nicht auf dem erwarteten Cashflow des Projekts an sich. Wird dagegen eine Projektfinanzierung realisiert, ist die Bewertung der Fremdkapital- geber ausschliefilich an die Fahigkeit des Projekts geknupft, einen eigenen Cashflow zu generieren. Schematisch stellt sich die Unterscheidung zwischen einer Unter­nehmensfinanzierung und einer Projektfinanzierung wie in Abb. 2.4 dar.

Da die Sponsoren bei einer Projektfinanzierung eine unbegrenzte Haftung fur das Fremdkapital ablehnen, wird fur die Realisierung der Projekte die Grundung einer eigenstandigen Projektgesellschaft durch die Sponsoren als Gesellschafter regelmafiig notwendig. Alleiniger Geschaftsgegenstand dieser Projektgesell­schaft ist die Realisierung, also die Errichtung und der Betrieb des Projekts. Sie nimmt als Einzweckgesellschaft die Fremdmittel auf und haftet unbeschrankt mit ihrem Vermogen, so dass bei formaler Betrachtung ein Unternehmenskredit vor — liegt. Materiell handelt es sich aber um einen Kredit fur das konkrete Vorhaben. Die Kreditgeber erwarten die Ruckzahlung des Kapitaldienstes allein aus dem Cashflow, der aus dem Projekt generiert wird. Als Sicherheit stehen allein die Aktiva und der Cashflow des Projekts als Haftungsmasse den Glaubigern zur Verfugung. Diese Haftungsmasse ist allerdings projekttypisch nur schwer verwertbar, was mit Blick auf die hohen Investitionsspezifika (Kraftwerke, Mobiltelefonienetze, Trans — portsysteme etc.) nicht naher erlautert werden muss. Daher wird im Krisenfall, in dem der Cashflow zur Bedienung des Kapitaldienstes nicht ausreicht, nicht die Sicherheitenverwertung im Vordergrund stehen, sondern die Fortfuhrung des Pro­jekts, erforderlichenfalls unter finanziellen Opfern aller Beteiligter (Bottcher und Blattner 2006, S. 130-133).

Da die Cashflows die einzige Quelle der Kreditbedienung und Eigenmittelver — zinsung sind, ergeben sich besondere Anforderungen an ihre Stabilitat und Ver — lasslichkeit. Neben einer intensiven Risikoidentifikation geht es darum, nach oko — nomischen Kriterien Risiken auf einzelne Projektbeteiligte zu verteilen (s. hierzu Bottcher 2009, S. 52-71). Im Anschluss erfolgt eine Risikoquantifizierung in Form eines Cashflow-Modells, das unter anderem daruber Auskunft gibt, wie viel Fremd­mittel einem Vorhaben zur Verfugung gestellt werden konnen, wie die Tilgungs — struktur aussehen sollte und welche weiteren Gestaltungselemente Einzug in die Struktur finden sollten.

Dabei muss man sich bewusst sein, dass die jeweiligen Teilaspekte des Risikomanagementprozesses — Identifikation, Allokation und Quantifizierung von Risiken — nicht in einer gerichteten zeitlichen Abfolge geschehen, sondern miteinander wechselseitig in Verbindung stehen. Um die Aussagen zur Risikoquantifizierung angemessen wurdigen zu konnen, ist es daher notwendig, die verschiedenen Teilaspekte eines Risikomanagements zu berucksichtigen, die in den verschiedenen Kapiteln dargestellt werden.

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Abb. 2.4 Vergleich Unternehmensfinanzierung und Projektfinanzierung (In Anlehnung an Schmitt (1989), S. 22)

Wesensmerkmal jeder Projektfinanzierung ist die Orientierung an den zukunftigen Cashflows und der Einbindung der Projektbeteiligten, woraus sich folgende Kon — sequenzen ableiten:

1. Zunachst ist bei einer Projektbeurteilung ein besonderes Augenmerk auf die Faktoren zu legen, die den Cashflow beeinflussen. Als mafigebliche Cashflow — Determinanten fur ein Projekt kommen namentlich die Beschaffungsseite, die Absatzmarkte, die Betriebskosten, die Finanzierungskonditionen und schliefilich Einflussgrofien des offentlichen Sektors in Betracht.

2. In einem zweiten Schritt muss uberpruft werden, inwieweit die Risikouber — nahmebereitschaft der einzelnen Projektbeteiligten in Relation zu ihrer Fahigkeit steht, fur Projektrisiken zu haften. Die Aufteilung der Risiken auf die Projektbe­teiligten erfolgt dabei normalerweise nach dem Grundsatz, dass die Vertrags — partei das Projektrisiko ubernehmen sollte, das sie aufgrund ihrer Geschafts — tatigkeit am besten beurteilen und somit auch kontrollieren kann (Grundsatz der Kontrollfahigkeit).

3. Dieser Grundsatz der Risikoverteilung ist aber nur dann anwendbar, wenn aufierdem der Grundsatz der Risikotragfahigkeit berucksichtigt wird: Es geht dabei um die Frage, ob die vertraglich verpflichteten Projektbeteiligten auf­grund ihrer Bonitat und wirtschaftlichen Leistungsfahigkeit auch in der Lage sind, ihre vertraglichen Verpflichtungen zu erfullen. Insofern beinhaltet jede Projektfinanzierung auch Bestandteile einer Unternehmensfinanzierung, da die zumindest partielle Risikoubernahme durch die Projektbeteiligten wesentlich fur eine Projektfinanzierung ist und in jedem Fall auch eine Bonitatsbeurteilung dieser Risikotrager erforderlich macht, wie sie fur Unternehmensfinanzierungen

typisch ist. Die Bonitat des Risikotragers ist umso intensiver zu prufen, je weit — gehender sich ein Projektbeteiligter vertraglich gegenuber dem Projekt ver — pflichtet. Diesbezuglich wird auf die einschlagige Literatur der Kreditnehmer — beurteilung verwiesen.

4. Schliefilich mussen zwingend die Anreizwirkungen der jeweiligen Vertrags — gestaltung mit berucksichtigt werden. Aus einer Ex-post-Perspektive mag es dem Auftraggeber gleichgultig sein, wie ein gutes Projektergebnis erzielt wurde. Ex ante mochte er aber die Wahrscheinlichkeit eines guten Ergebnisses erhohen und das kann er nur, indem er Einfluss auf das Verhalten der beauftragten Partei nimmt. Konnte er ihn beobachten, wurde er ihn durch entsprechende Anweisungen zu dem gewunschten Verhalten zwingen. Regelmafiig kann der Auftraggeber aber nicht kostenlos kontrollieren, ob seine Anweisungen befolgt wurden. Wesentlich ist daher, dem Auftragnehmer ein Anreizschema zu geben, das ihn aus eigenem Interesse zu dem gewunschten Verhalten anhalt. Dafur muss er in aller Regel am Erfolg und auch am Risiko des jeweiligen Vorhabens beteiligt werden und zwar unabhangig davon, uber welche Risikotragfahigkeit er verfugt.

Die methodischen Besonderheiten einer Projektfinanzierung — Fokussierung auf den Cashflow des Projektes, die Haftungsentlassung der Sponsoren nach erfolgter Fertigstellung und die explizite vertragliche Einbindung der verschiedenen Pro — jektbeteiligten — fuhren dazu, dass dem Risikomanagement eines Biogasvorhabens eine besondere Bedeutung zukommt. Diese Teilaspekte skizzieren wir im folgenden Abschn. 2.3.

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